Unterschiede: Beratung vs. Therapie
Zielsetzung
Lösung spezifischer, aktueller Probleme & Förderung von Kompetenzen
Heilung/Linderung von psychischen Störungen & Leidensdruck
Zielgruppe
Menschen in Lebenskrisen, Angehörige & Fachpersonal in überfordernden oder belastenden Lebens-Phasen
Menschen mit diagnostizierbaren psychischen Erkrankungen/Symptomen und starkem Leidensdruck
Zeitfokus
Gegenwart und Zukunft (Lösungsorientiert)
Vergangenheit und Gegenwart (Ursachen- & Aufarbeitungsorientiert)
Dauer & Umfang
Meist kurzfristig, maximal 10 Sitzungen (wenige Sitzungen bis einige Monate)
Oft mittel- bis langfristig (mehrere Monate bis Jahre)
Methodenansatz
Strukturierte Anleitung, Psychoedukation, Hilfe zur Selbsthilfe, Distanzierung durch Sicherheitsübungen, Notfallkoffer
Tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische oder wissenschaftlich fundierte Therapie, Richtlinienverfahren mit Spezifischer Trauma-Exposition (z. B. EMDR, TF-KVT, PITT, Schema-Therapie)
Arbeitsweise
Ressourcen- und lösungsorientiert; arbeitet primär im „Hier und Jetzt“. Verstehen von Reaktionen (Psychoedukation), Sicherheit schaffen, Re-Traumatisierung vermeiden, nicht konfrontativ, nicht aufarbeitend, Empowerment
Vergangenheitstraumata aufdecken, aufarbeiten und emotional durcharbeiten. Behandlung von Folgestörungen (z. B. PTBS, kPTBS, PS oder DIS), stellen von Diagnosen
Qualifikation
zertifizierte Zusatzausbildung/Weiterbildung (Berufsbild nicht geschützt)
Psychologische/Ärztliche Psychotherapeuten, Psychiater oder Heilpraktiker für Psychotherapie (Geschützte Berufsbilder mit Heilerlaubnis)
Kostenübernahme
Selbstzahler (oder Arbeitgeber/Träger)
Übernahme durch Gesetzliche oder Private Krankenkassen (ausgenommen: HP Psychotherapie)